New Work FOR REAL! – Ein Blick hinter die Kulissen moderner Zusammenarbeit bei AviloX

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Freitagmorgen. Ich blicke auf eine Arbeitswoche bei AviloX zurück: Wir waren diese Woche bei Kundenterminen, einem Netzwerkabend, haben einen Fachvortrag gehalten, virtuell diskutiert, uns miteinander telefonisch oder im Auto abgestimmt sowie im Home Office konzeptionell gearbeitet. Sie fragen sich, zu welchem Zeitpunkt wir im Büro waren? Die Antwort ist: gar nicht – wir haben kein Büro.

„Warum tun wir das und wie bitte schön soll das funktionieren?“, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Der Grund unserer zugegebenermaßen etwas anderen Arbeitskultur und –methoden liegt darin, dass wir eine große Leidenschaft haben dafür, was in Fachartikeln mit New Work oder als moderne Arbeitswelt beschrieben wird. Soziale Technologien statt Büro, flexible Arbeitszeiten und –orte statt Arbeit nach Stechuhr, Netzwerken statt Aufbau klassischer Hierarchiestrukturen, Teamverantwortung statt One-Man-Show. Das ist genau das, wonach wir arbeiten. Dabei lernen wir jeden Tag aufs Neue, was uns dabei nicht nur erfolgreich, sondern auch glücklich macht. Und was nicht.

Für unseren Kollegen Konstantin Gerlach spielt dabei die Arbeitsumgebung eine große Rolle, die nicht generationenübergreifend sondern nach Bedürfnissen ausgerichtet ist:

„Fakt ist, ich arbeite besser bei mir zu Hause, denn da habe ich Möbel, die zu mir passen. Der Arbeitsplatz der Zukunft sollte aus meiner Sicht nicht an einer Generation ausgerichtet werden, sondern betrifft alle Anspruchsgruppen. Entscheidend ist eine Arbeitsorganisation und Kultur des Miteinanders zu schaffen, in der jeder so arbeiten kann, wie er am produktivsten ist und trotzdem gesund bleibt.“

Unsere Geschäftsführerin, Regina Köhler, sieht ihren größten Nutzen unserer Arbeitsweisen in der Möglichkeit, ihre Arbeits- und Freizeiten selbst gestalten zu können:

„Als Unternehmerin ist es für mich völlig selbstverständlich, dass Arbeit und Leben miteinander verschmelzen. Ich genieße die Freiheit, vollständig selbst zu definieren, wann und wo ich arbeite (unabhängig natürlich von Kundenterminen). Keiner schaut mir auf die Finger, keiner misst meine Auslastung oder andere Kennzahlen. Das beanspruche ich für mich und ebenso für jeden Kollegen. Das Einzige was zählt, ist dass wir als Unternehmen erfolgreich sind.“

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Lydia Zillmann, unsere Teamleitung sieht das aber auch kritisch:

„Die freie Zeit- und Ortswahl hat aber auch ihre Grenzen. Spätestens dann, wenn durch die unterschiedliche Verfügbarkeit des Teams der Organisationsaufwand überdimensional erschwert wird oder gar der Teamzusammenarbeit Schaden nimmt. Ich finde es wichtig, dass wir auch in einer digitalen Arbeitswelt in den Austausch und die Kommunikation investieren.“

Dirk Wilhelm sieht ebenfalls den Mehrwert in der Freiheit und Eigenständigkeit hinsichtlich der Gestaltung seiner Arbeit:

„Als Mitarbeiter bei AviloX gestalte ich mir meine Arbeitszeit komplett eigenständig. Ich arbeite zu 90% wann ich will und wo ich will. Für mich spielt es keine Rolle, ob es gerade Sonntag oder Montag ist, denn ich brauche keinen bestimmten Wochentag der mir sagt, ob ich jetzt gerade Mehrwert kreieren möchte oder darf. Meine einzige Richtlinie sind die zuvor im Team vereinbarten Ziele, die mir dabei helfen meine Bemühungen mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen.“

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Sie finden, das klingt zu gut, um wahr zu sein? An unserer eigenen Arbeit haben wir gelernt, dass freie Zeiteinteilung entlasten, aber auch zu mehr Überstunden und Stress führen kann. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, wann es sinnvoll ist, der schönen neuen Arbeitswelt auch Grenzen zu setzen, technologisch ebenso wie organisatorisch. Diese und viele weitere Erfahrungen haben wir reflektiert und in die kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeitsweisen einfließen lassen. Und diese Lerneffekte nutzen wir direkt für unsere Kunden. Innovation steckt für uns im Experiment und in der Selbsterfahrung. Dabei haben wir zwei Erfolgsfaktoren im Zusammenhang mit Arbeitszeit in der modernen Arbeitsweit für uns identifiziert:

  1.  Die persönlichen Bedürfnisse und die Notwendigkeiten für gute Team-Zusammenarbeit müssen gut austariert werden, der Gemeinschaftssinn muss vor individuellen Life-Egoismus gestellt werden.
  2.  Es ist notwendig, dass die Mitarbeiter die Fähigkeit haben oder entwickeln, für sich persönlich Grenzen zu ziehen und sich selbst nicht auszubeuten. 

Beide Faktoren erfordern mehr denn je eine Kultur des Miteinanders statt des selbstzentrierten Karrierestrebens, des Aufeinander-Achtens sowie der Toleranz gegenüber individuellen Lebensmodellen.

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