Kreativität braucht Freiraum! Wie uns das Konzipieren in der brandenburgischen Provinz zu kreativen Höchstleistungen verholfen hat.

Es ist Montagabend und das Lagerfeuer sprüht Funken in die nähere Umgebung. Gedanklich rüsten wir uns für die bevorstehenden zwei Tage und wissen: Die diesjährige Entwicklung einer Simulation für unser Erlebnisformat „Future Workplace Night“ hat es so noch nicht gegeben.

Wer kennt es nicht – trotz eines längeren Termins, vielleicht sogar eines zweitägigen Workshops vor Ort, klingelt immer wieder das Telefon, Kolleg*innen und Kund*innen haben Anliegen und diverse Benachrichtigungen via Teams, Slack, Email und Co. ploppen auf. Was also tun, wenn sich der Fokus auf die eine große und wichtige Sache immer wieder verschiebt und man nur mit halbem Herz dabei ist?

Wir haben ein Experiment gewagt und sind ins brandenburgische Nirgendwo gefahren. Wir, das gesamte Team des Future-Workplace-Night-Kreises, haben uns dafür 2 Tage in unseren Kalendern freigeschaufelt – und ja, das war wohl der schwierigste Part im Rahmen der Organisation 😉 Aber es hat funktioniert und so konnten wir zielgerichtet nach einer passenden  Arbeitsumgebung in Form von Appartements o. ä. Ausschau halten. Wichtig war uns dabei zu beachten, dass die Location außerhalb unser gewohnten Umgebung liegt, genügend Raum für Kreativität bietet und dass sich alle darin wohlfühlen können. Wer uns kennt, kann sich außerdem denken, dass wir auch auf eine gute WLAN-Verbindung geachtet haben. Wir durften aber feststellen, dass wir diese nicht einmal gebraucht hätten – dazu aber später mehr.

Termin und Ort waren gefunden und damit wir nicht völlig planlos in unser Idyll fahren, begannen wir unsere Offside-Konzeption strukturiert vorzubereiten. In mehreren konkreten Planungs – und Abstimmungsmeetings mit allen Beteiligten im Vorfeld, schärften wir unseren Themenscope, um somit die Zeit vor Ort möglichst effizient nutzen zu können. Mit allen notwendigen Anhaltspunkten, ersten Ideen sowie jeder Menge Workshop- und Moderationsmaterial im Gepäck, konnten wir dann endlich in die „heiße Phase“ starten.

Unsere Reise führte uns nach Brandenburg an der Havel, wo wir nun zwei volle Tage, abschottet vom Alltag und ablenkenden Zeitfressern an unserer Konzeption arbeiten konnten. Nach anfänglichen Kreativsessions war dann auch schnell DIE Idee geboren. Und an dieser feilten wir am zweiten Tag eifrig weiter, sodass wir zufrieden mit einer fertigen Simulationsidee aus dem Offside-Experiment zurückkehren konnten. Zurück in der AviloX-Online-Welt konnten wir unseren Kollegen und Kolleginnen dann von unseren neuesten Erkenntnissen sowie nächsten Schritten berichten, die Weiterverarbeitung und das Testen der Methodik vor Ort anstoßen.

Die besonderen Impressionen im Nachgang des Experiments sind dabei noch immer deutlich spürbar. Dass wir uns ganz bewusst aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen haben schaffte Raum und Zeit für kreative Ideen. In jeder Hinsicht. Gegenüber den gängigen Herangehensweisen vor Ort, ermöglicht die Offside-Konzeption das Denken am Stück anstelle dem Hin- und Herhetzen zwischen verschiedenen Terminen. Außerdem wirkte es sich positiv auf die Konzentration unserer Gruppe aus: Man blieb mit den Gedanken bei der Gruppe und beim Thema und wurde dabei nicht unterbrochen.

Es gab aber auch Aspekte, die wir beim nächsten Mal von Anfang an mitdenken würden. Dazu zählt beispielsweise, dass man in der Regel am letzten Buchungstag bereits am Vormittag auschecken muss! Der geübte AirBnb-Nutzer hat das von vornherein im Hinterkopf, für uns kam es dann aber doch etwas überraschend und wir verlegten das weitere Konzipieren unter den freien Himmel 😉 Außerdem sind ausreichend Räume und Rückzugsorte das A und O für produktives Arbeiten!

Neben diesen infrastrukturellen Voraussetzungen können wir aber auch den „digitalen Detox“ während einer Offside-Konzeption empfehlen. Damit bleibt der Fokus bestehen und Pausenzeiten, die den Kopf belüften sollen, werden nicht durch andere Themen „kannibalisiert“. Auch im Anschluss an die Konzeptionsarbeit haben wir ungewohnt analog die Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Paddeln, Kochen oder Wandern genutzt. Auch dabei hatten wir jede Menge Gelegenheit, einander noch besser kennenzulernen – diese Rahmenbedingungen haben wir bei AviloX schließlich nicht alle Tage. Somit wurde die Konzeption einer Methodik für unser größtes Erlebnisformat des Jahres zum Erlebnis selbst.

Unser Fazit: Es lohnt sich doppelt und dreifach Zeit zu investieren, um Zeit zu haben! Und diese wird im besten Fall mit Kreativität, Wissen und jeder Menge Spaß befüllt.

Schlagwortwolke aus der Mentimeter-Umfrage

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